Duroplast und Thermoplast sind die beiden mit Abstand häufigsten Materialien für Klodeckel und WC-Sitze. Beide sind Kunststoffe, unterscheiden sich aber in ihrer chemischen Struktur und damit in ihren Eigenschaften deutlich.
Duroplast wird unter Hitze und Druck ausgehärtet und behält danach seine Form dauerhaft bei, auch bei hoher Belastung oder Wärme. Die Oberfläche ist porenfrei und glatt, wodurch sich Schmutz und Keime kaum festsetzen können – ein Grund, warum Duroplast in vielen Ratgebern als besonders hygienisch beschrieben wird. Zudem ist es bruchfester und kratzresistenter als die meisten Thermoplaste.
Thermoplast lässt sich dagegen bei Erwärmung immer wieder verformen, was die Herstellung günstiger macht und Thermoplast-Sitze entsprechend preiswerter im Regal landen lässt. Dafür ist das Material etwas anfälliger für Kratzer und Verformungen bei starker Hitze- oder Gewichtsbelastung, und die Oberfläche ist meist weniger porenfrei als bei Duroplast.
In der Praxis heißt das: Wer den Sitz stark beansprucht oder langfristig plant, greift eher zu Duroplast (30 bis 50 Euro in der Mittelklasse), wer ein günstiges Übergangsmodell sucht, ist mit Thermoplast (10 bis 25 Euro) gut bedient. Für beide Materialien gilt gleichermaßen: milde Reiniger ohne Scheuermittel schonen die Oberfläche und verlängern die Lebensdauer, unabhängig vom Kunststofftyp.
Ein einfacher Klopftest gibt einen ersten Hinweis: Duroplast klingt dumpfer und fühlt sich schwerer an, Thermoplast eher leicht und leise. Im Zweifel hilft ein Blick in die Produktbeschreibung, da Hersteller das Material meist explizit angeben.
Für wen geeignet
Wer den Sitz stark beansprucht oder langfristig plant, ist mit Duroplast besser bedient; wer ein günstiges Übergangsmodell für Miete oder Zweitbad sucht, kommt mit Thermoplast preiswerter davon.